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Sprengstoffanschläge gegen die Wasserkraftindustrie
Die Quelle des Monats Oktober stammt aus dem Enel Archiv in Neapel, welches die Geschichte der italienischen Elektrizitätswirtschaft von ihren Ursprüngen an dokumentiert. Das Dokument listet die Bombenangriffe auf, die während der so genannten „Feuernacht“ vom 11.- 12. Juni 1961 auf die Anlagen und Infrastrukturen der Società Trentina di elettricità (STE) ausgeübt wurden.
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„Geist der Menschlichkeit” oder „Kathedralen des Fortschrittes”?
Die Quelle des Monats Juli ist ein Leitartikel der in der deutschsprachigen katholisch-konservativen Tageszeitung Dolomiten anlässlich der Einweihung der Wasserkraftwerke Kastelbell und Glurns im Sommer 1949 erschien. Der vermutlich vom Chefredakteur Kanonikus Michael Gamper verfasste Artikel behandelt den Gegensatz zwischen menschlichem Schicksal und technologischem Fortschritt anhand der Entwicklungen im Bereich der Wasserkraft im Vinschgau.
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Die große Wasserkraft des Trentino
„Das Trentino ist ein reiches Land. Sein italienischer Charakter ist sein größter Reichtum. Aber es ist auch reich an Naturschönheiten, Bodenschätzen und Wasserkraft“, so schrieb Emanuele Lanzerotti 1915. Der Ingenieur wollte den Neutralisten, die das Trentino „entwerteten“, widersprechen und gleichzeitig die Idee verbreiten, dass die italienische Wirtschaft hinsichtlich des ungenutzten Wasserkraftpotenzials der Region, von ihrer Annexion stark profitieren würde.
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Die Turbine erschließt das Energiepotential der Alpen
Die Quelle des Monats Januar handelt von einer Technologietransformation, die im 19. Jahrhundert eine Energierevolution einleitete. Die Turbine entstand aus einer Weiterentwicklung des einfachen Wasserrades und war, im Vergleich zur Einfachheit ihres Vorgängers, gegen hohen Wasserdruck widerstandsfähiger. Diese Eigenschaft ermöglichte den Einsatz der Turbine zur Produktion von Hydroelektrizität und führte hiermit zu einer Transformation der Energielandschaft der Alpen.
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Die Energieversorgung der Industriezone Bozen
"Jede Diskussion [über Stromtarife in der Industriezone] muss unter der Prämisse geführt werden: Wer verteilt die Energie?“ So beginnt ein Memorandum, das im Hinblick auf ein in der Präfektur Bozen organisiertes Treffen zwischen zwei rivalisierenden Elektrizitätsgesellschaften im April 1936 verfasst wurde. Das Dokument aus dem Archiv der Etschwerke beschreibt den Wettbewerb zwischen den letzteren und der Società Trentina Elettricità (STE) um die Energieversorgung der aufstrebenden Industriezone der Landeshauptstadt und enthüllt dabei eine Überraschung.
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Elektrizitätswerke in Tirol und Vorarlberg
„Wenn einmal in späteren Jahrhunderten eine Geschichte des Einflusses verschiedener Agentien auf die culturelle Entwicklung der Menschheit geschrieben wird, so wird neben dem Pulver und Dampf auch die Elektricität genannt werden müssen“. So lautet das Incipit der HISTOREGIO Quelle des Monats Juli, einem Vortrag über die Verbreitung elektrischer Energie in Tirol und in Vorarlberg, der 1898 am naturwissenschaftlichen-medizinischen Verein in Innsbruck gehalten wurde.
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Das integrierte Transportsystem des Ersten Weltkriegs
Die Quelle des Monats Apil stammt aus dem Kriegsarchiv in Wien und ist ein Ausschnitt des Lageplans vom Bahnhof Calliano, einer Ortschaft, die zwischen Trient und Rovereto an der Brennerbahn liegt. Der Lageplan, in dem der Ausgangspunkt einer Drahtseilbahn deutlich sichtbar ist, ist ein Beispiel für die intermodale Verbindung zwischen Bahn und Seilbahn und veranschaulicht die Entstehung eines integrierten Verkehrsnetzes während des Ersten Weltkriegs.
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Technologietransformationen im Alpenraum: Motorisierter Tourismus
Die Quelle des Monats Januar ist eine Werbeanzeige, die am 10. Mai 1930 in der Londoner Tageszeitung "The Times" erschien. Sie hatte den Zweck, die touristischen Attraktionen der Dolomiten und Merans dem britischen Publikum bekanntzumachen. Die Reklame erwähnt eine "märchenhafte Alpenflora, schneebedeckte Gipfel und Gletscher" und beschreibt Cortina als "den modischsten Sommerurlaubsort Italiens" und Meran als "den gesündesten Kurort des Kontinents". Die Anzeige betont, dass die erwähnten Orte nicht nur Erholung, Wanderungen und Entspannung in einer spektakulären alpinen Umgebung bieten, sondern auch den Reiz haben, "ideale Automobilzentren" zu sein.
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Technologietransformationen im Alpenraum: Die Reglementierung der Kohlerer Bahn
Die bewegte Geschichte der Kohlerer Bahn verdeutlicht, wie die Innovation des Seilbahntransports einen sich schnell entwickelnden Sektor ins Leben rief, der dringend einen Regulierungsrahmen benötigte. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts stellte das Vorhaben eines Geschäftsmannes, der eine Seilbahn von Bozen nach Kohlern bauen wollte, die österreichischen Behörden, und insbesondere das Eisenbahnministerium, vor ein Problem. Seilbahnanlagen waren damals eine absolute technische Neuheit und es gab daher weder Präzedenzfälle noch Richtlinien für deren Abnahme und Betrieb. Das Spannungsverhältnis zwischen denen, die das enorme wirtschaftliche Potenzial dieser Technologie ausnutzen wollten, und den Behörden, die die Betriebssicherheit der neuen Verkehrsmittel gewährleisten mussten, ist aus einigen Dokumenten, die im Stadtarchiv aufbewahrt werden, klar ersichtlich.
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Technologietransformationen im Alpenraum: die Rittnerbahn und die touristische Entwicklung des Hochplateaus zur Zeit des Faschismus
Das Thema „Straßen- und Transportwesen“ stellt eines der drei Schwerpunktbereiche des Forschungsprojektes zu den technologischen Transformationen im Alpenraum dar. Die Beziehung zwischen Transportwesen und Fremdenverkehr nimmt in diesem Kontext einen prominenten Platz ein. Die zur Veranschaulichung des Themas „Tourismus und Verkehr“ gewählte Quelle von Juli betrifft die Rittnerbahn. Letztere ist ein perfektes Beispiel für die vielen Transportinnovationen wie Zahnradbahnen, Standseilbahnen und Lifte, die ab dem Ende des 19. Jahrhunderts zur touristischen Entwicklung des Alpenraums beitrugen. Das Dokument vom 9. April 1938 hebt auch die faschistische Politik in Bezug auf die Italianisierung Südtirols hervor.